Mansfeld-Südharz, Südharz
Radon-Vorsorge nicht ohne die Kommunen!

Veröffentlicht am: 11.11.2020
Schröder für Anhörung der Bürgermeister

Das geltende Strahlenschutzgesetz des Bundes verpflichtet alle Bundesländer dazu, sogenannte Radon-Vorsorgegebiete per Allgemeinverfügung dort festzulegen, wo der Referenzwert überschritten werden könnte. Innerhalb von 18 Monaten sind dann von den Arbeitgebern Messungen vorzunehmen, die dem Landesamt für Verbraucherschutz zur Verfügung gestellt werden müssen. Erst aus den konkreten Ergebnissen lassen sich dann eventuelle Maßnahmen ableiten. Der Landkreis Mansfeld-Südharz gehört zu den Beobachtungsflächen. Dazu erklärt der Sangerhäuser CDU-Landtagsabgeordneter André Schröder:

„In Gebirgsregionen und Bergbaugebieten leben die Menschen seit Jahrhunderten mit dem natürlichen Edelgas Radon. Ich empfehle daher, die Kirche im Dorf zu lassen und keine Maßnahmen zu überstürzen. Es kann nicht verkehrt sein, das Ausmaß natürlicher Radioaktivität in seiner Heimat zu kennen. Alles Weitere gilt es aber gut abzuwägen. Vor allem sind unsere Kommunen enger einzubinden. Eine Anhörung der Bürgermeister und des Landkreises, während der Corona-Einschränkungen notfalls per Videokonferenz, ist jetzt das richtige Vorgehen! Am 17. November wird sich die Landesregierung erstmals mit dem Thema in einer Kabinettssitzung befassen. Auch die zuständigen Ausschüsse des Landtages werden das Thema aufgreifen,“ kündigte Schröder an. Vorgaben für Neubauten würden in der Bauordnung des Landes nicht verschärft.