Mansfeld-Südharz
Kein Endlager im Kreis!

Veröffentlicht am: 02.03.2021
Forum zur Endlagersuche für radioaktive Abfälle

Zum Thema Endlagersuche findet heute ein Forum des Umweltministeriums statt, an dem ich teilnehme. Zum Thema habe ich eine klare Haltung:

Als Landtagsabgeordneter und Landratskandidat habe ich mich gegen ein Atommüllendlager im Landkreis ausgesprochen. Im Bericht des zuständigen Bundesamtes wird der Südharzer Zechsteingürtel als Risiko für die Langzeitsicherheit eines Endlagers beschrieben. Lösungsprozesse im Kalkstein können zu Rutschungen und Nachbrüchen führen. Zudem ist Sachsen-Anhalt bereits mit einem Endlagerstandort für schwach radioaktive Abfälle in Morsleben ausgestattet und hat damit einen erheblichen Anteil an der Lastenbewältigung erbracht. Die starke Nutzung erneuerbarer Energien trägt außerdem schon jetzt in besonderer Weise zu einer gelingenden Energiewende bei.

Neben dem Atomausstieg ist aber auch der Kohleausstieg eine Aufgabe, die man in Mansfeld Südharz als Bestandteil des Mitteldeutschen Reviers parallel bewältigen muss. Die Lasten des Strukturwandels erfordern einen hohen staatlichen Aufwand in den kommenden Jahren, womit die Region als Übernehmer neuer - atomarer - Erblasten ausscheidet. In Anbetracht der großen Auswahl an Standorten verbietet sich eine Festlegung auf den Landkreis mit der geringsten Pro-Kopf-Steuerkraft.